Holzers Peep-Show (1999)

Eine Komödie in fünf Bildern
von Markus Köbeli


Das wollen die Leute heutzutage! Eine schöne Welt, die noch in Ordnung ist, meint Hans Holzer jun. und inszeniert auf dem verarmten elterlichen Hof in den Bergen für die vorbeifahrenden Touristen eine Bergbauernidylle, die den Lebensunterhalt der Familie eher sichern kann, als die noch verbliebene einzige Kuh im Stall.

Nach Geldeinwurf öffnen sich die Vorhänge und die Stube der Holzers wird zum lebenden Heimatmuseum. Der herzkranke, neunzigjährige Grossvater muss dabei ebenso mitagieren wie der wortkarge fernsehsüchtige Hans Holzer, seine Ehefrau Martha und die Tochter Anna.

Das Spiel wird immer weiter perfektioniert und kollidiert dabei in immer absurderer Weise mit der Realität. Die Prostitution an die scheinbaren Notwendigkeiten der modernen Tourismusindustrie geht an den Akteuren nicht spurlos vorbei. Schwelende Konflikte brechen auf und zeigen den Zustand einer Familie, die sich schon lange nichts mehr zu sagen hat.

Ein Stück, das zum Nachdenken verleitet, jedoch auch viel Komik und Humor beinhaltet.